Dienstag, 16. August 2016

Zitate aus dem Lotos-Sûtra

Im Folgenden werden wichtige Zitate des Lotos-Sûtra wiedergegeben, die in der englischen Fassung des Shôbôgenzô (Band 1) von Nishijima Roshi und Chodo enthalten sind, die ich ins Deutsche übersetzt habe. Insbesondere wird dadurch eine allzu blumige und märchenhafte Sprache, die im Lotos-Sûtra und in dessen Übersetzungen manchmal verwendet wird, vermieden. Eine solche starke Betonung des Märchenhaften wäre in der Tat ein Widerspruch zu Dôgens tiefem Verständnis dieses wichtigen Sûtra.

Diese Zitate werden auch in meinem neuen Buch:
Lotos-Sūtra und Zen-Perle,
Meister Dōgens tiefe poetische Weisheit

enthalten sein, das Ende 2016 herauskommt.

Nishijima Roshi erklärte mir 2007 im persönlichen Gespräch, dass Dôgens Verständnis des Lotos-Sûtra von demjenigen des üblichen Volksbuddhismus in Ostasien abweicht. Dôgen war mit diesem Sûtra besonders vertraut, weil er bereits als Zwölfjähriger in Japan in ein Kloster der Tendai-Übertragungslinie, die sich auf das Lotos-Sûtra stützt, eingetreten war. Er wurde dort allerdings nicht an die für ihn existenziellen Lebensfragen, Probleme und vor allem Antworten herangeführt, sodass der Aufenthalt in dem Kloster zwar ein guter Anfang war, ihn aber letztlich nicht befriedigen konnte. Dies war sicher ein wesentlicher Grund dafür, dass er die Reise nach China auf sich nahm, um im Chan-Buddhismus Klarheit zu gewinnen, auf die sein wacher und zutiefst ehrlicher Geist so sehr hoffte. Nach einigen Enttäuschungen fand er sie schließlich mithilfe seines Lehrers Tendô Nyojô, den er außerordentlich schätzte und Zeit seines Lebens hoch verehrte.
Das Lotos-Sûtra entstand in Indien etwa ab dem ersten Jahrhundert vor Christus und wurde von Meister Kumarajiva im Jahr 406 nach Christus aus dem Sanskrit ins Chinesische übersetzt. Diese Fassung war und ist in Japan und China weit verbreitet und wurde von Iwanami Bunko veröffentlicht. Die im Folgenden verwendeten Verweise beziehen sich auf diese Edition. So ist zum Beispiel mit der Angabe „LS 1.68“ der Teil 1, Seite 68, der Iwanami-Edition gemeint.
Nach einer ersten Übersetzung ins Englische durch Bunno Kato und William Soothill im Jahr 1930 wurde 1975 eine verbesserte Fassung von Weatherhill und Kosei herausgegeben. Dieser Fassung folgen die hier verwendete englische Übersetzung von Nishijima und Cross und somit meine deutschen Texte.

Kapitel 1: Einführung
LS 1.8: So habe ich gehört: Zu einer Zeit lebte Buddha in Rajagriha. Auf dem Berg Gridhrakûta weilte er mit 12.000 großen bhikshus (Mönchen). Sie waren alle arhats (erleuchtete Hörer), die alle Extreme und Übertreibungen beendet hatten, ohne Schwierigkeiten waren, im Gleichgewicht waren, die Grenzen der Existenz verwirklichten und im Geist befreit waren.

LS 1.14: Zu jener Zeit (gab es dort) Shakra-devânân-indra mit seinem Gefolge von 20.000 göttlichen Söhnen ... Dort waren die acht Drachenkönige ... jeder mit einigen Hundert oder einigen Tausend Anhängern.

LS 1.18: Zu jener Zeit sandte Buddha von dem Rund weißer Haare zwischen seinen Augenbrauen Licht aus und erleuchtete das östliche Viertel.

LS 1.26–28: Es gab einige, die Almosen geben aus Gold, Silber und Korallen, Perlen und Juwelen, Mondsteinen und Achat.

LS 1.38: Zu jener Zeit sprach Manjushrî zu dem Bodhidsattva-Mahâsattva Maitreya und allen anderen großartigen Wesen: „Gute Söhne! Im Einklang mit meiner Überzeugung wird jetzt der Buddha, der Weltgeehrte, den großen Dharma lehren.

LS 1.40: Er erklärte den wahren Dharma, der gut am Anfang, gut in der Mitte und gut am Ende ist.

LS 1.42: Der Dharma, den sie lehren sollten, ist gut am Anfang, in der Mitte und am Ende.

LS 1.42, LS 1.44: Bevor die letzten jener (Sonne, Mond, Licht) Buddhas ihr Heim verließen, hatte er acht königliche Söhne. Diese acht Prinzen, unbehindert in ihrer Majestät, regierten jeweils vier Kontinente. Diese Prinzen entsagten alle dem Thron, als sie hörten, dass ihr Vater das Heim verlassen und (die Wahrheit von) anuttara-samyak-sambodhi erlangt hatte. Sie folgten ihm, verließen ebenfalls ihr Zuhause und errichteten den Geist des Großen Fahrzeugs. Sie praktizierten fortwährend reines Handeln und wurden alle Lehrer des Dharma. Unter Tausenden von unzähligen Buddhas hatten sie viele Wurzeln des Guten gepflanzt.

LS 1.46: Die Zuhörer in jenem Orden blieben an einem Ort sechzig kleinere Zeitalter lang sitzen und bewegten nicht Körper und Geist.

LS 1.52: Daher nehme ich an, dass der Tathâgata heute das Sûtra des Großen Fahrzeugs lehren wird, das die Lotosblume des Wundervollen Dharma genannt wird, die Methode, die Bodhisattvas zu lehren, die Buddhas bewahren und erinnern.

LS 1.54: Dieses Licht erleuchtete das östliche Viertel von achtzehntausend Buddha-Ländern.

LS 1.58: Als der Buddha (Sonne, Mond, Licht) die Blume des Dharma gelehrt hatte und bewirkte, dass die Versammlung sich freute, dann, an jenem besonderen Tag, erklärte er der Versammlung von Göttern und Menschen: „Die Wahrheit, dass alle Dharmas wirkliche Form sind, wurde für euch alle gelehrt.“

LS 1.62: Dieser Lehrer des Dharma, mystisches Licht, hatte zu jener Zeit einen Schüler, dessen Geist immer nachlässig war, der gierig an Ruhm und Vorteil hing, der voller Unruhe Ruhm und Vorteil suchte, der oft Unterhaltung fand in den Palästen der aristokratischen Familien, der verlassen hatte, was er auswendig gelernt hatte, alles vergessend, bevor er es klar verstanden hatte, und der aus diesem Grund „Der Ruhmsüchtige“ genannt wurde.
Auch er war in der Lage – durch die Praxis guter Taten –, zahllosen Buddhas zu begegnen, ihnen Gaben zu überreichen, ihnen zu folgen, indem er die große Wahrheit praktizierte, und die sechs Paramitâs (Tugenden) zu vollenden.
Jetzt hat er Shâkyamuni gesehen. Danach wird er Buddha werden. Und er wird Maitreya genannt werden.

LS 1.64: Jetzt sandte der Buddha ein Leuchten aus, um zu helfen, die Bedeutung der wirklichen Form zu enthüllen. Menschen, jetzt müsst ihr aufmerksam und klar sein! Haltet die Handflächen zusammen und wartet mit ganzem Herzen!

Kapitel 2: Wirkungsvolle buddhistische Methoden und Mittel
LS 1.66: Zu jener Zeit erhob sich der Weltgeehrte ruhig und klar aus dem Samâdhi und wandte sich an Shariputra: „Die Weisheit der Buddhas ist tiefgründig und unergründlich. Ihre Übertragungslinie der Weisheit ist schwer zu verstehen, und der Zugang ist schwierig. Alle Shrâvakas und Pratyekabuddhas können sie nicht begreifen. Warum? (Weil) ein Buddha vertraut ist mit zahllosen Hunderttausenden unendlichen Ansammlungen (kotis) von Buddhas und die unergründliche Wahrheit und Wirklichkeit der Buddhas vollständig praktiziert hat. Tapfer und ausdauernd (sorgt er dafür, dass Buddhas) Namen umfassend gehört werden, vollendet er den tiefgründigen beispiellosen Dharma und lehrt, wie es die Situation erlaubt, die Bedeutung, die schwer zu verstehen ist.

LS 1.68: Der Tathâgata ist vollkommen ausgerüstet mit Zweckmäßigkeit und dem Paramitâ der Weisheit. Shariputra! Die Weisheit des Tathâgata ist weit, groß, tiefgründig und ewig.

LS 1.68: Buddhas allein, zusammen mit Buddhas, können klar und vollkommen erkennen, dass alle Dharmas wirkliche Formen sind. Was „alle Dharmas“ genannt wird, ist Form wie sie ist, die Natur wie sie ist, der Körper wie er ist, die Energie wie sie ist, das Handeln wie es ist, die Ursachen wie sie sind, die Bedingungen wie sie sind, die Wirkungen wie sie sind, die Ergebnisse wie sie sind und der höchste Zustand des Gleichgewichts von Substanz und Einzelheit wie er ist.

LS 1.70: Ich und die Buddhas in den zehn Richtungen sind unmittelbar in der Lage, diese Dinge zu wissen.

LS 1.72: Selbst wenn die Welt voll von Wesen wie Shariputra wäre, würde all ihr Intellekt nicht ausreichen, um Buddhas Weisheit zu ermessen.

LS 1.72: So (reichlich vorhanden wie) Reis, Hanf, Bambus und Schilf.

LS 1.74: Nur ich kenne die konkrete Form, und die Buddhas der zehn Richtungen sind genauso.

LS 1.74: Zu der Zeit gab es in der großen Versammlung Shrâvakas, den Arhat Ajnâta-Kaundinja, der alle Extreme beendet hatte, und andere (zusammen) 1.200 Menschen.

LS 1.80: Kinder geboren aus dem Mund Buddhas, Handflächen zusammengelegt, aufschauend, wir warten. Bitte stoße den feinen Ton aus und lehre für uns (die Wahrheit) wie sie wirklich ist.

LS 1.82–84: Halt, halt, keine Notwendigkeit, es zu erklären. Mein Dharma ist zu außergewöhnlich, um darüber nachzudenken. Arrogante Menschen werden es nicht mit Respekt glauben, wenn sie davon hören.

LS 1.86: Als er diese Worte in der Versammlung predigte, erhoben sich 5.000 Mönche, Nonnen und Laien von ihren Sitzen, verbeugten sich zum Buddha hin und zogen sich zurück.

LS 1.86: Die Wurzeln des falschen Tuns dieser Gesellen waren tief und schwer.

LS 1.86–88: Daraufhin wandte sich Buddha an Shariputra: „Nun bin ich in dieser Versammlung frei von Ästen und Zweigen, und nur die Wahren und Wirklichen bleiben. Shariputra! Es ist fein, dass solche arroganten Menschen wie diese sich zurückziehen. Nun hört gut zu und ich werde für euch predigen.“ Shariputra sagte: „Bitte tue das, Weltgeehrter. Ich möchte unbedingt voller Freude hören.“ Der Buddha wandte sich an Shariputra: „Die Buddha-Tathâgatas predigen nur von Zeit zu Zeit den wundervollen Dharma, genau wie die Udumbara-Blume nur einmal in einem Zeitalter erscheint.“

LS 1.88–90: Der Dharma kann nicht durch Denken und Unterscheiden verstanden werden. Nur Buddhas sind direkt in der Lage, ihn zu kennen. Warum? Die Buddhas, die Weltgeehrten, erscheinen in der Welt nur aufgrund der einen großen Aufgabe. Shariputra, warum sage ich, dass die Buddhas, die Weltgeehrten, in der Welt nur aufgrund der einen großen Aufgabe erscheinen? Die Buddhas, die Weltgeehrten, erscheinen in der Welt, weil sie ein großes Verlangen haben zu bewirken, dass die Lebewesen die Weisheit Buddhas enthüllen, die sie in die Lage versetzt, rein zu werden. Sie erscheinen in der Welt, weil sie das Verlangen haben, den Lebewesen die Weisheit Buddhas zu zeigen. Sie erscheinen in der Welt, weil sie das Verlangen haben zu bewirken, dass die Lebewesen die Weisheit Buddhas verwirklichen. Sie erscheinen in der Welt, weil sie das Verlangen haben, die Lebewesen dazu zu bringen, dass sie in den Zustand der Wahrheit eintreten, der die Weisheit Buddhas ist. Shariputra, deshalb erscheinen die Buddhas in der Welt, nur aufgrund der einen großen Aufgabe.

LS 1.90: Shariputra, der Tathâgata predigt nur mit den Mitteln des einen Buddha-Fahrzeugs den Dharma für die Lebewesen. Es gibt kein anderes Fahrzeug, weder ein zweites noch ein drittes. Shariputra, der Dharma aller Buddhas der Zehn Richtungen ist auch genau wie dieses.

LS 1.98–100: Shariputra: „Wenn irgendwelche meiner Schüler, die sich selbst Arhats oder Pratyekabuddhas nennen, weder die Tatsache hören noch verstehen, dass die Buddha-Tathâgatas nur Bodhisattvas lehren, dann sind sie nicht Buddhas Schüler, weder Arhats noch Pratyekabuddhas.
Noch einmal, Shariputra: Wenn diese Mönche und Nonnen sich selbst denken: „Ich habe schon den Zustand eines Arhat erlangt, dies ist mein letztes Leben, höchstes Nirvâna“, und dann nicht länger (die Wahrheit vom) anuttara-samyak-sambodhi erstreben möchten, solltest du wissen, dass diese Menschen von hochmütiger Arroganz sind. Warum? (Weil) es nicht so etwas wie einen Mönch gibt, der den Zustand eines Arhat erlangt, ohne diese Lehre zu glauben.

LS 1.104: Dieser mein Dharma von neun Kapiteln, der gelehrt wird, wie es sich für Menschen geziemt, ist die Grundlage für den Eintritt in das Große Fahrzeug. Darum lehre ich dieses Sûtra.

LS 1.106: In den Buddhaländern der zehn Richtungen gibt es nur den Dharma eines Fahrzeugs. Es gibt weder ein zweites noch ein drittes.

LS 1.108: Ich, dessen Körper mit Zeichen geschmückt ist und mit strahlendem Licht, das die Welt beleuchtet, bin geehrt durch zahllose Mengen, für die ich das Siegel der wahren Form lehre.

LS 1.116: Wenn Menschen achtungsvoll den Stûpas und Schreinen, den Juwelenbildern und gemalten Bildern mit Blumen, Räucherstäbchen, Flaggen und Baldachinen Gaben spenden, (oder) wenn sie andere dazu bringen, Musik zu machen, Trommeln zu schlagen, Hörner und Muscheln zu blasen, Panflöten, Flöten, Lauten, Lyras, Harfen, Gongs und Zimbeln (zu spielen) und viele feine Töne wie diese (hervorzubringen), dann dienen sie dauernd als Gaben, oder (wenn) sie mit Herzen voller Freude den Lobpreis von Buddhas Tugend singen, selbst mit einem leisen Ton, dann haben sie alle Buddhas Wahrheit verwirklicht. Wenn die Menschen, deren Geist abgeirrt ist, mit nur einer einzigen Blume einem gemalten (Buddha-)Bild Gaben spenden, werden sie nach und nach zahllose Buddhas sehen. Noch einmal, Menschen, die Niederwerfungen machen oder einfach die Hände zusammenlegen oder auch nur eine Hand ein wenig anheben oder den Kopf ein wenig senken und auf diese Weise einem Bild Gaben spenden, werden allmählich zahllose Buddhas sehen, werden auf natürliche Weise die höchste Wahrheit verwirklichen und werden in weitem Umkreis zahllose Mengen retten.

LS 1.120: Der Dharma weilt an seinem Ort im Dharma, und die Form der Welt verweilt dauerhaft. Weil sie dies an einem Ort der Wahrheit erkannt haben, lehren führende Lehrer es durch geeignete Mittel.

LS 1.124: Zur Zeit dieser Überlegung werden die Buddhas der zehn Richtungen alle erscheinen.

LS 1.128: In derselben Weise wie die Buddhas der drei Zeiten den Dharma lehren, so werde auch ich den Dharma lehren, der ohne Unterscheidung ist. Das Erscheinen der Buddhas in der Welt ist (für viele) weit entfernt, und es ist schwierig, ihm zu begegnen. Selbst wenn sie in der Welt erscheinen, ist es deshalb schwer, dass der Dharma gelehrt wird.

Kapitel 3: Die Parabel des brennenden Hauses
LS 1.134: Zu dieser Zeit erhob sich Shariputra vor Freude springend sofort und legte seine Handflächen zusammen.

LS 1.134: In der Vergangenheit hörte ich einen solchen Dharma von dem Buddha und sah, wie die Bodhisattvas die Bestätigung empfingen und Buddhas wurden.

LS 1.140–142: In meinem Geist waren große Unruhe und großer Zweifel: War es nicht ein Dämon, der wie ein Buddha handelt und meinen Geist betrübt und verwirrt?

LS 1.146: Das Land (des Blumenlichts Tathâgata) ist eben und gleichmäßig, rein und strahlend, ruhig und reich.

LS. 1.160: Obgleich ich sicher durch das brennende Tor weggehen kann, sind die Kinder in dem brennenden Haus ganz in ihr Spiel versunken. Sie bemerken und kennen (die Gefahr) nicht, und sie sind weder alarmiert, noch ängstlich (weil sie die Realität nicht sehen können).

LS 1.162: Dieses Haus hat nur ein Tor, das außerdem schmal und klein ist. Die Kinder sind jung und besitzen noch nicht das Wissen. Sie lieben den Ort, an dem sie spielen. Sie könnten in das Feuer fallen und verbrannt werden. Ich muss ihnen diese gefährliche Situation erklären.

LS 1.164: Viele Arten von solchen Ziegenkutschen, Hirschkutschen und Ochsenkutschen sind jetzt außerhalb des Tores, um mit ihnen zu spielen. Kommt schnell heraus aus dem brennenden Haus, und ich werde euch alles geben, was ihr möchtet.

LS 1.166: Dann sieht der wohlhabende Mann, dass seine Kinder sicher herausgelangten und alle auf dem offenen Grund an der Kreuzung sitzen und nichts sie behindert. Sein Geist ist leicht, und er hüpft vor Freude. Dann sagen alle seine Kinder zum Vater: „Vater, gib uns jetzt jene wunderbaren Spielsachen, die du uns vorhin versprochen hast: die Ziegenkutschen, Hirschkutschen und Ochsenkutschen.“ Shariputra! Nun gibt der wohlhabende Mann jedem seiner Kinder eine großartige Kutsche. Die Kutsche ist hoch und geräumig, mit allen Arten von Schätzen geschmückt und bespannt mit weißen Ochsen.

LS 1.176: Gelangt schnell aus der dreifachen Welt heraus und ihr werdet die drei Fahrzeuge erlangen: die Fahrzeuge von Shrâvaka, Pratyekabuddha und Buddha. Ich gebe euch jetzt meine Garantie dafür, und am Ende wird es nicht falsch sein. Ihr müsst nur sorgfältig und ausdauernd sein.

LS 1.186–188: Daraufhin fängt das Haus plötzlich Feuer. Sofort brennt es in den vier Richtungen lichterloh.

LS 1.198: Alle Lebewesen sind meine Kinder. (Aber) tief gefangen in weltlichen Genüssen sind sie ohne Weisheit. Der Tathâgata, schon frei von dem brennenden Haus der dreifachen Welt, lebt ruhig in Zurückgezogenheit und weilt friedvoll in Wäldern und Feldern. Jetzt ist die dreifache Welt ganz mein Besitz, und die Lebewesen in ihr sind alle meine Kinder.

LS 1.202: (Wir) fahren in dieser prächtigen Kutsche und kommen direkt am Ort der Wahrheit an.

Kapitel 4: Vertrauen und Verstehen
LS 1.222: Und dann erhoben sie sich von ihren Sitzen, ordneten ihre Kleidung und entblößten nur ihre rechten Schultern.

LS 1.224. Ohne Erwartung sind wir jetzt plötzlich in der Lage, den selten anzutreffenden Dharma zu hören. Wir gratulieren uns von ganzem Herzen, dass wir eine große Wohltat empfangen haben, sie für uns selbst erhalten zu haben, ohne sie gesucht zu haben. Ein unermesslicher Schatz.

LS 1.224: Er (der Dharma) ist wie ein Mensch, der in seiner Jugend seinen Vater verlässt und wegrennt.

LS 1.236: Dies ist mein von mir gezeugter Sohn. (Weil) er mich in einer bestimmten Stadt verließ und fortging, ist er herumgewandert und erduldete über 50 Jahre lang ein hartes Schicksal.

LS 1.260: Jetzt sind wir wahrlich die Hörer der Stimme. Wir veranlassen alle, die Stimme von Buddhas Wahrheit zu hören. Wir sind jetzt wahrhaftig Arhats (Hörer Buddhas).

Kapitel 5: Die Parabel der Heilpflanze
LS 1.272: Der Dharmakönig, der die „Existenz“ bricht, erscheint in der Welt und entsprechend der Wünsche der Lebwesen lehrt er den Dharma auf vielfältige Weise. Wenn die Weisen ihn hören, sind sie in der Lage, sofort zu vertrauen und zu verstehen. Die Törichten zweifeln und grämen sich und verlieren ihn auf diese Weise für immer.

LS 1.274: Pflanzen, Büsche, Heilkräuter, große und kleine Bäume, verschiedenartiges Getreide und Sämlinge, Zuckerrohr und Weinranken werden ausreichend vom Regen benetzt. Trockener Grund wird ganz durchtränkt, Heilkräuter und Blumen gedeihen zusammen.

LS 1.286: Eure Handlungen sind der Bodhisattva-Weg selbst. Durch schrittweise Praxis und Lernen werdet ihr alle Buddhas werden.

Kapitel 6: Bestätigung, ein Buddha zu werden
LS 1.300: Dieser mein Schüler Mahâkâshyapa wird in zukünftigen Zeitaltern in der Lage sein, dreihundert Milliarden Hunderten von Millionen weltgeehrter Buddhas zu dienen, ihnen Gaben darzubringen, sie zu schätzen, zu ehren und zu preisen und den grenzenlosen Dharma der Buddhas weithin zu verkünden.

LS 1.322: Meine Schüler, 500 an der Zahl, vollkommen ausgerüstet mit würdevollen Tugenden, werden alle die Bestätigung (und Dharma-Übertragung) empfangen. Und in einem zukünftigen Zeitalter werden alle in der Lage sein, Buddha zu werden.

Kapitel 7: Die Parabel der magischen Stadt
LS 2.12–14: Angenommen ein Mensch zerreibt mit (seiner oder ihrer eigenen) Kraft ein riesiges tausendfach gefaltetes Land und jede Art von Erde darin vollständig zu Tinte, und dann geht er durch tausend Länder und lässt einen Tropfen (der Tinte) fallen. Wenn er (sie) auf diese Weise fallen lässt, wenn (seine Reise) weitergeht, verbraucht (dieser Mensch) alle diese Tintenfleckchen. Alle Länder, die so beschrieben sind, befleckt und unbefleckt gleichermaßen, sind wieder vollständig zu Staub zermahlen, und ein Fleck ist ein Kalpa (Zeitalter).

LS 2.30: Um dem Buddha zu dienen, verlässt man die tiefgründige Freude des unbeweglichen Zustandes der Meditation.

LS 2.36: Heiliger Führender, Gott unter Göttern mit der Stimme der lieblichen Kalavinka.

LS 2.56: Er sagte: „Dies ist Leiden, dies die Zunahme des Leidens, dies die Beendigung des Leidens, dies ist der Weg der Beendigung des Leidens.“ Und er lehrte umfassend das Gesetz der zwölf Verbindungen: „Unwissenheit führt zu Handlung. Handlung führt zu Bewusstsein. Bewusstsein führt zu Name (Bezeichnung) und Form. Name und Form führen zu den sechs Sinnesorganen. Die sechs Sinnesorgane führen zum Kontakt. Kontakt führt zu Gefühlen. Fühlen führt zu Liebe. Liebe führt zum Nehmen. Nehmen führt zu (neuer) Existenz. (Neue) Existenz führt zum Leben. Leben führt zu Altern und Tod, Verzweiflung, Sorgen, Leiden und Jammer. Wenn die Unwissenheit zur Ruhe kommt, kommt Handeln zur Ruhe. Wenn Handeln zur Ruhe kommt, dann kommen Name und Form zur Ruhe. Wenn Name und Form zur Ruhe kommen, dann kommen die sechs Sinnesorgane zur Ruhe. Wenn die sechs Sinnesorgane zur Ruhe kommen, dann kommt der Kontakt zur Ruhe. Wenn der Kontakt zur Ruhe kommt, dann kommen die Gefühle zur Ruhe. Wenn die Gefühle zur Ruhe kommen, dann kommt die Liebe zur Ruhe. Wenn die Liebe zur Ruhe kommt, dann kommt Greifen zur Ruhe. Wenn Greifen zur Ruhe kommt, kommt eine (neue) Existenz zur Ruhe. Wenn eine (neue) Existenz zur Ruhe kommt, dann kommt Leben zur Ruhe. Wenn Leben zur Ruhe kommt, dann kommen Altern und Tod, Gram, Sorge, Leiden und Jammern zur Ruhe.“

LS 2.58: Die 16 jungen Prinzen verließen ihr Zuhause und wurden Shramaneras.

LS 2.60: Zu jener Zeit sahen Milliarden von Menschen in der Menge, die von dem heiligen Rad rollenden König geführt wurde, wie die 16 Prinzen ihr Zuhause verließen, und sie strebten auch danach, ihr Zuhause zu verlassen, woraufhin der König es ihnen erlaubte.

LS 2.62: Der Buddha (genannt die Weisheit, die das Universum überschreitet) lehrte dieses Sûtra 8.000 Zeitalter lang ohne Unterbrechung. Als er die Lehre dieses Sûtra beendet hatte, ging er sofort in einen ruhigen Raum und weilte in dem unbeweglichen Zustand der Meditation 84.000 Zeitalter lang. Während dieser Zeit bestiegen die 16 Bodhisattvas, die wussten, dass der Buddha den Raum betreten hatte und ruhig in der Meditation saß, einen Dharma-Sitz und lehrten ebenfalls 84.000 Zeitalter lang und erläuterten im Einzelnen den vier Gruppen das Sûtra der Blume des wundervollen Dharma.

LS 2.66: (Referenz für Katto) Zwei jener Shramaneras wurden Buddhas im östlichen Viertel. Der erste, der im Land der Freude lebte, hieß Aksobhya, der zweite hieß Sumero-Gipfel.

Kapitel 8: Die Bestätigung der fünfhundert Schüler
LS 2.96: Mönche! Purna war in der Lage, unter den sieben Buddhas der herausragende Dharma-Redner zu werden. Nun wurde er auch der beste Dharma-Redner in meinem Orden. Er wird unter zukünftigen Buddhas in diesem kraftvollen Kalpa wieder der Beste unter den Dharma-Rednern sein und wird den Buddha-Dharma schützen, erhalten, unterstützen und lehren.

LS 2.112: 500 Mönche werden Buddha werden, jeder von ihnen. Mit demselben Namen, „Universales Licht“, werden sie einem nach dem anderen die Bestätigung geben.

LS 2.114: Weltgeehrter! Es ist so, als ob jemand zum Haus eines engen Freundes geht, betrunken wird und sich niederlegt. Inzwischen befestigt der Freund eine Perle von grenzenlosem Wert in der Kleidung des Menschen als ein Geschenk und geht fort, weil er seine Geschäfte wahrnehmen muss.

LS 2.118: Es ist so, wie wenn ein armer Mensch zum Haus eines engen Freundes geht, dessen Familie sehr wohlhabend ist. (Der Freund) tischt viele feine Gerichte auf und befestigt eine Perle von grenzenlosem Wert innen in der Kleidung (des Armen).

LS 2.120: Nun, da wir von Buddha von der wundervollen Tatsache der Bestätigung und der folgenden Annahme der Bestätigung hören, sind Körper und Geist voll von Freude.

Kapitel 9: Die Bestätigung der Schüler und Menschen jenseits des Studierens
LS 2.128–130: Ich habe dauernd Sorgfalt praktiziert, und aus diesem Grund habe ich bereits ein anuttara-samyak-sambodhi erreicht.

Kapitel 10: Ein Lehrer des Dharma
LS 2.140: Zu jener Zeit wandte sich der Weltgeehrte an 80.000 großartige Lebewesen durch den Bodhisattva Medizinkönig: „Medizinkönig, du siehst in dieser großen Versammlung zahllose Götter, Drachen, Halbgötter, Mönche, Nonnen, Laien (Upasakas und Upasikas), solche, die Hörer werden wollen, solche, die Pratyekabuddhas werden wollen, und solche, die die Wahrheit des Buddha suchen. Wenn solche Wesen wie diese vor Buddha einen einzigen Vers und ein einziges Wort des Sûtra der Blume des wundervollen Dharma hören und sich daran erfreuen, selbst für einen einzigen Augenblick des Bewusstseins, gebe ich ihnen allen die Bestätigung: ‚Du wirst anuttara-samyak-sambodhi erlangen’.“ Der Buddha wandte sich an den Medizinkönig: „Wenn es darüber hinaus, nachdem der Tathâgata verschieden ist, irgendeinen Menschen gibt, der nur einen einzigen Vers oder ein einziges Wort des Sûtra der Blume des wundervollen Dharma hört und sich daran für einen einzigen Augenblick des Bewusstseins erfreut, gebe ich die Bestätigung von anuttara-samyak-sambodhi wieder.“

LS 2.152: Dieses Sûtra (entfacht) viel Hass und Neid, selbst während der Tathâgata lebt. Wie viel mehr nach seinem Hinscheiden?

LS 2.154: Medizinkönig! An jedem Ort, wo (dieses Lotos-Sûtra) gelehrt oder gelesen, rezitiert oder kopiert wird oder wo die Bände des Sûtra aufbewahrt werden, sollten wir eine Stûpa von sieben Schätzen errichten – sehr hoch, weit und geschmückt. (Aber) es ist nicht notwendig, Knochen darin aufzubewahren. Warum? (Weil) sich darin bereits der ganze Körper des Tathâgata befindet. Dieser Stûpa sollten wir dienen, sie wertschätzen, ehren und preisen mit den verschiedensten Blumendüften, Perlenketten, Seidenschirmen, Bannern, Flaggen, Musik und Lobgesängen. Wenn irgendwelche Menschen, die diese Stûpa sehen können, Niederwerfungen machen und ihr Gaben anbieten, dann wisse, dass sie alle nahe bei anuttara-samyak-sambodhi sind.

LS 2.156: Ein Beispiel: Einige Menschen sind am Verdursten und benötigen Wasser, das sie suchen, indem sie auf einer Ebene graben. Solange sie trockene Erde sehen, wissen sie, dass das Wasser noch weit entfernt ist. Wenn sie sich unaufhörlich anstrengen, werden sie bald feuchte Erde sehen und schrittweise Schlamm erreichen. Ihr Geist ist erfreut. Sie wissen, dass das Wasser nahe sein muss. Bodhisattvas sind ebenso. Wenn sie nicht gehört haben, nicht verstanden haben, nicht in der Lage waren, dieses Sûtra der Blume des Dharmas zu praktizieren, sollten wir wissen, dass sie noch weit entfernt von (der Wahrheit des) anuttara-samyak-sambodhi sind.
Wenn sie in der Lage sind, es zu hören, zu verstehen, zu bedenken und zu praktizieren, wissen wir sicher, dass sie dem anuttara-samyak-sambodhi nahe sind. Warum? (Weil) das anuttara-samyak-sambodhi aller Bodhisattvas vollständig zu diesem Sûtra gehört. Dieses Sûtra öffnet die Tür der wirkungsvollen Methoden und deckt die klare und wirkliche Form auf.

LS 2.156–158: Medizinkönig! Wenn ein Bodhisattva, der dieses Sûtra der Blume des Dharma hört, alarmiert ist, zweifelt oder Angst hat, sollten wir wissen, dass dies ein Bodhisattva ist, der kürzlich seine Absicht festgelegt hat. Wenn ein Schüler, der dieses Sûtra hört, alarmiert ist, zweifelt oder Angst hat, sollten wir wissen, dass dies ein arroganter Mensch ist.

LS 2.162: Wenn jemand mit üblem Mundwerk sie beschimpft, wenn sie dieses Sûtra lehren, oder sie mit Schwertern, Stöcken, Ziegeln oder Steinen niederwirft, weil sie den Buddha achten, werden sie dennoch durchhalten.

LS 2.166: Wenn wir einem Dharma-Lehrer nahe sind, erlangen wir sofort den Bodhisattva-Weg. Und wenn wir lernen und diesem Lehrer folgen, sind wir in der Lage, Buddhas (so zahlreich) wie die Sandkörner am Ganges zu begegnen.

Kapitel 11: Die wertvolle Stûpa sehen
LS 2.168: Zu jener Zeit sprang vor dem Buddha eine Stûpa aus der Erde hervor und verweilte im Himmel – eine Stûpa von sieben Schätzen, 500 Yojanas in der Höhe und 250 Yojanas in der Länge und Breite.

LS 2.172: Als jener Buddha (grenzenloser Schatz) den Bodhisattva-Weg in der Vergangenheit praktizierte, legte er ein großes Gelübde ab: „Wenn es in den Ländern der zehn Richtungen irgendeinen Ort gibt, an dem das Sûtra der Blume des Dharma gelehrt wird, dann wird meine Stûpa aufspringen und vor dem Ort erscheinen, sodass ich das Sûtra hören möge, nachdem ich (den Zustand des) Buddhas verwirklicht habe und gestorben bin.“

LS 2.176: Der (Bodhisattva der) großen Beredsamkeit sagte zu Buddha: „Weltgeehrter! Wir möchten gerne die vielen Buddhas sehen, die die Nachkommen des Weltgeehrten sind, um Niederwerfungen vor ihnen zu machen und ihnen Gaben zu spenden.“ Dann sandte der Buddha einen Lichtstrahl aus (von seinem Kranz) weißen Haares.

LS 2.186–188: Dann sah die ganze Versammlung den Tathâgata der überreichen Schätze auf dem Löwenthron in der Schatzstûpa sitzen. Sein ganzer Körper war konzentriert, so als ob er in den Gleichgewichtszustand von dhyâna eingegangen wäre. Dann teilte der Buddha der überreichen Schätze in der Schatzstûpa seinen Sitz zur Hälfte mit Shâkyamuni Buddha und sagte: „Shâkyamuni Buddha, nimm bitte Platz.“ Daraufhin ging Shâkyamuni Buddha in das Innere der Stûpa, setzte sich nieder auf dem halben Sitz und saß in der vollen Lotos-Haltung.

LS 2.190: Trotz langer Entsagung in der Schatzstûpa kommt doch ein weltgeehrter, heiliger Gott für den Dharma.

LS 2.194: Wenn sie dieses Sûtra lehren, dann werden sie mir begegnen, dem Tathâgata überreicher Schätze, und vielen verwandelten Buddhas.

LS 2.196–198: Die große Erde zu nehmen, auf einen Zehennagel zu legen und zum Brahma-Himmel aufzusteigen, das ist nicht schwer. (Aber) nach Buddhas Tod, in einem korrupten Zeitalter, wird es in der Tat schwer sein, dieses Sûtra auch nur für einen Augenblick zu lesen.

LS 2.198: Nach meinem Dahinscheiden wird es wirklich schwer sein, dieses Sûtra zu erhalten und es (auch nur) einem einzigen Menschen zu lehren. Nach meinem Dahinscheiden wird es in der Tat schwer sein, dieses Sûtra zu hören und anzunehmen und seine Bedeutung zu ergründen.

Kapitel 12: Devadatta
LS 2.208: Durch den guten Rat von Devadatta wurde ich dazu bewegt, die sechs Paramitâs zu erlangen sowie Güte, Mitgefühl, Freude und Ablösung (von Anhangen), die 32 Zeichen, die 80 Arten der Vorzüglichkeit, ein goldenes Aussehen mit Purpurglanz, die zehn Kräfte, die vier Arten der Furchtlosigkeit, die vier sozialen Methoden, die 18 ungewöhnlichen (Charakteristika), die mystischen Fähigkeiten und die Bodhi-Kraft. Ich verwirklichte den balancierten und richtigen Zustand der Aufmerksamkeit und rettete Lebewesen dank des guten Rates von Devadatta.

LS 2.208: Auch Devadatta wird in Zukunft, nachdem zahllose Weltzeitalter vergangen sind, in der Lage sein, Buddha zu werden.

LS 2.212–214: Daraufhin sprang Manjusri, der auf einer Lotosblume mit tausend Blütenblättern, so groß wie ein Wagenrad, saß und von den Bodhisattvas umgeben war, die auch auf kostbaren Lotosblumen saßen, vom großen Ozean auf, hinaus aus dem Palast des heiligen Drachen und verweilte im Raum.

LS 2.216: (Der Bodhisattva „Gesammelte Weisheit“ sagt zu Manjusri:) „Sehr weiser, tugendhafter, mutiger und kräftiger Mensch! Du hast zahllose Wesen verwandelt und gerettet. Jetzt haben dieser große Orden und ich schon (deine) Auslegung der Lehre der wirklichen Form, die Offenbarung des Dharma eines Fahrzeugs und umfassende Führung der Lebewesen gesehen, die du sanft dazu gebracht hast, die Bodhi-Weisheit zu verwirklichen.“

LS 2.218: Manjusri sagte: „Ich lehre im Meer dauernd nur das Sûtra der Blume des wundervollen Dharma.“

LS 2.218: Manjusri sagte: „Dort ist die Tochter des Drachenkönigs Sagara. Sie hat von Grund auf den Zustand des Gleichgewichts von dhyâna betreten und alle Dharmas durchdrungen. In einem Augenblick verwirklichte sie den Bodhi-Geist und erlangte den Zustand, nicht zurückzufallen oder abzuweichen.

LS. 2.218–220: Der Bodhisattva der Ansammlung der Weisheit sagte: „Ich habe gesehen, (wie) Shâkyamuni Tathâgata Verdienst ansammelte und Tugend anhäufte, während zahlloser Zeitalter harter und schmerzhafter Praxis. (Er) hat den Bodhisattva-Weg beschritten und niemals nachgelassen. Ich habe beobachtet, dass es in der dreitausendmal großen, tausendfachen Welt nicht einmal einen Platz von der Größe eines Senfkorns gibt, wo er nicht seinen Körper und sein Leben als Bodhisattva zum Wohle der Lebewesen eingesetzt hat. Nachdem er so gehandelt hat, war er in der Lage, die Bodhi-Wahrheit zu verwirklichen.“

LS 2.224: Alle sahen, wie die Tochter des Drachen plötzlich ein Mann wurde, ausgerüstet mit der ganzen Praxis eines Bodhisattva. Sie ging sofort zum südlichen Viertel, zur Welt, die frei von Unreinheit ist, (wo sie) auf einer kostbaren Lotosblume saß, den Zustand des Gleichgewichts und den richtigen Zustand der Wahrheit verwirklichte, mit den 32 Zeichen und den 80 Arten des Ausgezeichneten, und den wundervollen Dharma für alle Lebewesen in allen zehn Richtungen lehrte. Dann sahen alle in der Saha-Welt der Bodhisattvas, der Hörer, der acht Gruppen von Göttern und Drachen, der menschlichen und nichtmenschlichen Wesen von Weitem, wie die Drachentochter ein Buddha wurde und umfassend den Dharma für die menschlichen Wesen und Götter in diesem Orden lehrte; sie freuten sich von ganzem Herzen und verbeugten sich alle aus der Ferne in Ehrerbietung.

Kapitel 14: Friedvolle und freudige Praxis
LS 2.244: Ein Bodhisattva-Mahâsattva sollte nicht in die Nähe von Königen, Prinzen, Ministern und hohen Beamten gelangen.

LS 2.258: (Der Bodhisattva) wendete Öl für seinen Körper an, nachdem er den Staub und Schmutz weggewaschen hatte, und er legte eine frische und reine Robe an: vollständig sauber innen und außen.

LS 2.266–268: Obgleich jene Menschen dieses Sûtra weder hören, noch daran glauben, noch es verstehen, werde ich sie – wo immer ich bin – mithilfe der übernatürlichen Kraft und der Kraft der Weisheit führen und dazu bringen, in diesem Dharma verweilen zu können, wenn ich (die Wahrheit von) anuttara-samyak-sambodhi erlange.

LS 2.276–278: Wenn es einen mutigen und kraftvollen Menschen gibt, der schwierige Taten ausführen kann, holt der König aus dem Inneren seines Haarknotens die leuchtende Perle und gibt sie ihm. Es ist so, als ob der König aus seinem Haarknoten die strahlende Perle herausholt und weitergibt. Dieses Sûtra wird als das höchste unter allen Sûtras geehrt. Ich habe es immer bewahrt und nicht wahllos preisgegeben. Jetzt ist die Zeit, es für euch alle zu lehren.

LS 2.282: Wenn wir vollkommen den Gleichgewichtszustand von dhyâna erreicht haben, treffen wir die Buddhas der zehn Richtungen.

LS 2.282: Die Körper der Buddhas, golden gefärbt und geschmückt mit 100 Zeichen des Glücks: Indem wir den Dharma hören und ihn für andere lehren, existiert dieser erfreuliche Traum für immer. Und in der Traumhandlung verlässt der König des Landes seinen Palast, seine Nachfolger und die fünf Begierden nach dem Höchsten und Feinen, und er geht zu einem Ort der Wahrheit. Am Fuße eines Bodhi-Baums sitzt er auf dem Löwensitz, strebt nach der Wahrheit sieben Tage lang und erlangt die Weisheit der Buddhas. Nachdem er die höchste Wahrheit verwirklicht hat, erhebt er sich und dreht das Rad des Dharma. Er lehrt den Dharma für die vier Gruppen, Tausende von Myriaden von Zeitaltern lang. Er lehrt den fehlerfreien wundervollen Dharma und rettet unzählige Lebewesen. Danach geht er auf natürliche Weise in das Nirvâna ein, wie eine Laterne, die ausgeht, wenn der Rauch verbraucht ist. Wenn (irgendeiner) in zukünftigen korrupten Zeiten diesen umfassenden Dharma lehrt, wird jener Mensch großen Vorteil erlangen, so wie die oben (beschriebenen) wunderbaren Wirkungen.

Kapitel 15: Aus der Erde hervorspringen
LS 2.286: Als der Buddha dies gelehrt hatte, bebten und spalteten sich alle Erden der dreitausend von Tausenden großen Ländern der Saha-Welt, und aus ihrer Mitte entsprangen zusammen zahllose Tausende Myriaden von Bodhisattva-Mahâsattvas. Diese Bodhisattvas, deren Körper alle golden und mit den 32 Zeichen und unmessbarem Glanz versehen waren, hatten vorher alle unterhalb der Saha-Welt in dem Raum dort gelebt.

LS 2.310: Ajita, du solltest wissen, dass alle diese großen Bodhisattvas für zahllose Weltalter Buddhas Weisheit praktiziert haben. Alle sind von mir bekehrt worden. Ich habe bewirkt, dass sie den Willen zur großen Wahrheit verwirklichen. Sie sind meine Söhne. Sie bleiben in dieser Welt, praktizieren immer die guten Taten. Sie hoffen, sich ruhiger Orte zu erfreuen, vermeiden den Lärm der Massen und haben keine Freude an vielfältigen Rechtfertigungen. Söhne wie diese lernen die Methode, die meine Wahrheit ist. Sie sind immer wachsam, Tag und Nacht, weil sie die Wahrheit Buddhas erlangen wollen. In der Saha-Welt unten leben sie im Raum.

LS 2.318: Es ist als ob ein junger und starker Mann, gerade 25 Jahre alt, anderen hundertjährige Söhne zeigt, mit weißem Haar und Falten im Gesicht (und sagt): „Diese sind meine Nachkommen“, und die Söhne sagen auch: „Dies ist unser Vater.“ Der Vater jung und die Söhne alt. Die ganze Welt glaubt das nicht. So ist es mit dem Weltgeehrten: Er hat die Wahrheit erst kürzlich erlangt. Alle diese Bodhisattvas sind fest im Willen und unerschrocken, und seit ewigen Zeiten praktizieren sie den Bodhisattva-Weg.

Kapitel 16: Die Lebenszeit des Tathâgata
LS 3.12–14: Gute Söhne! Es ist unzählige und unbegrenzte Hunderttausende Myriaden von Weltaltern her, seit ich tatsächlich den Zustand Buddhas verwirklicht habe. Nehmt zum Beispiel an, dass es 500.000 Myriaden von Zeitaltern von dreitausend großen tausendfachen Welten gibt. Lasst sie von jemanden in Atome zermahlen, lasst ihn ostwärts wandern durch Hunderttausende Myriaden von Weltaltern und Länder und dann ein Atom fallen lassen. (Nehmt an, dass der Mensch) ostwärts weitergeht und so verfährt, (bis) alle jene Atome aufgebraucht sind. Gute Söhne, was denkt ihr? Ist es möglich oder nicht, alle jene Welten zu begreifen und zu zählen, um auf diese Weise ihre Anzahl zu kennen?

LS 3.16: Gute Söhne! Wenn er Lebewesen sieht, die sich an Geringem erfreuen, deren Tugend gering ist und deren Schmutz sich angesammelt hat, dann sagt der Tathâgata zu diesen Menschen: „In meiner Jugend verließ ich das Familienleben und erreichte anuttara-samyak-sambodhi.“ Und seit ich tatsächlich (den Zustand von) Buddha verwirklicht habe, ist (meine) Ewigkeit so wie sie ist. Nur um Lebewesen durch gut geeignete Mittel zu lehren und zu transformieren, sodass sie die Wahrheit Buddhas erreichen, mache ich Aussagen wie diese.

LS 3.18: Alles was er sagt ist wirklich, nicht hohl. Warum? (Weil) der Tathâgata die Form der dreifachen Welt, wie sie wirklich ist, kennt und sieht – ohne Leben und Tod oder Verschwinden und Erscheinen, ohne Existenz in der Welt und ohne Auslöschung, weder real noch ohne etwas, weder so noch anders. Es ist am besten, die dreifache Welt als die dreifache Welt zu sehen (genauso wie sie ist, auch im Samsara, und ohne an Antworten und Lehrmeinungen zu hängen).

LS 3.18–20: So liegt es weit in der fernen Vergangenheit zurück, seit ich (den Zustand des) Buddha verwirklicht habe. (Meine) Lebenszeit umfasst zahllose Weltalter, existiert ewig und geht nicht unter. Gute Söhne! Die Lebenszeit, die ich durch meine unverfälschte Praxis des Bodhisattva-Wegs verwirklicht habe, ist noch nicht erschöpft, sondern wird noch zweimal so lange wie die vorherige Anzahl (von Weltaltern) dauern.

LS 3.30: Als gut geeignete Methode, um Lebewesen zu retten, manifestiere ich das Nirvâna. Ich habe wirklich noch nicht die Welt verlassen, weile hier dauerhaft und lehre den Dharma. Ich lebe immer an diesem Ort mit mystischen Kräften. Ich bewirke, dass Lebewesen, die verwirrt sind, nicht in der Lage sind, mich zu sehen, obgleich ich nahe bin. Viele sehen, dass ich gestorben bin, und weit und breit opfern sie Gaben für meine Knochen, haben romantische Sehnsüchte und tragen Durst in ihren Herzen. Wenn Lebewesen geglaubt haben und sich gebeugt haben, einfach und geradeaus sind, beweglich im Geist, und sie von ganzem Herzen dem Buddha begegnen wollen, ohne ihren eigenen Körper und ihr Leben bequem zu schonen, dann erscheinen ich und viele Mönche zusammen auf dem Vulture-Gipfel.

LS 3.32: (Ich bin) ewig auf dem Vulture-Gipfel anwesend und an anderen Stätten. Selbst wenn Lebewesen am Ende eines Zeitalters sehen, dass sie im großen Feuer verbrannt werden müssen, ist mein Land ruhig, immer mit Göttern und menschlichen Wesen angefüllt. Seine Parks und Paläste sind geschmückt mit vielfältigen Schätzen. Wertvolle Bäume tragen Blüten und Früchte im Überfluss. Es ist ein Ort, wo die Lebewesen sich erfreuen. Die Götter schlagen göttliche Trommeln und machen andauernd Theater und Musik und überschütten den Buddha und die große Versammlung mit Mandârava-Blüten. Mein reines Land ist unsterblich, dennoch betrachten es viele als verbrannt und voll von Gram, Entsetzen und Qualen. Diese Lebewesen mit vielen Sünden, mit ihrem schlechten Verhalten, als direkte und indirekte Ursachen, hören den Namen der drei Schätze nicht, selbst wenn sie unzählige Zeitalter überdauern. Lebewesen, die Tugend praktizieren, die freundlich, einfach und geradeaus sind, sehen alle meinen Körper, der hier existiert und den Dharma lehrt.

LS 3.36: Andauernd habe ich diesen Gedanken: „Wie kann ich die Lebewesen in die Lage versetzen, die höchste Wahrheit zu erlangen und schnell den Körper Buddhas zu verwirklichen.

Kapitel 17: Unterscheidung der Verdienste
LS 3.56: Wenn gute Söhne und gute Töchter meine Lehren über die Ewigkeit (meiner) Lebenszeit hören, sie glauben und mit gründlichem Geist verstehen, dann werden sie den Buddha sehen, der dauernd auf dem Berg Gridhrakuta weilt, von einer Versammlung großer Bodhisattvas und vieler heiliger Hörer umgeben ist und den Dharma lehrt. Und sie werden diese Saha-Welt sehen mit ihrem Land aus Lapislazuli, gleichmäßig, normal und richtig.

Kapitel 18: Das Verdienst der freudigen Annahme des Sûtra
LS 3.72–74: Der Buddha wandte sich an den Bodhisattva-Mahâsattva Maitreya: „Ajita, wenn nach dem Tod des Tathâgata Mönche und Nonnen, Laien und andere weise Menschen, alt oder jung, dieses Sûtra gehört haben und es mit Freude annehmen, den Dharma-Orden verlassen und irgendwo hingehen, um in Klostern und an abgelegenen Orten oder in Städten, Straßen, Dörfern und Feldern (dieses Sûtra), wie sie es gehört haben, entsprechend ihrer Fähigkeit ihrem Vater und ihrer Mutter, Angehörigen und guten Freunden und Bekannten zu erläutern, und wenn alle diese Menschen die Lehre hören, mit Freude annehmen und sie weiter überliefern, dann werden andere Menschen, die die Lehre gehört haben, sie ebenfalls mit Freude annehmen und sie bis zur 50. Generation weitergeben.“

LS 3.88: Wie viel mehr ist jenes Glück ohne Grenzen, wenn wir (das Sûtra) mit ungeteiltem Geist hören, seine Bedeutung beleuchten und entsprechend der Lehre praktizieren?

LS 3.90: Dann wandte sich der Buddha an den Bodhisattva-Mahâsattva, den immer Eifrigen: „Wenn irgendein guter Sohn oder eine gute Tochter dieses Sûtra der Blume des Dharma empfängt, bewahrt oder es erklärt oder kopiert, dann wird dieser Mensch 800 Verdienste des Auges, 1.200 Verdienste des Ohres, 800 Verdienste der Nase, 1.200 Verdienste der Zunge, 800 Verdienste des Körpers und 1.200 Verdienste des Geistes erhalten. Diese Verdienste werden die sechs Organe schmücken und sie alle rein machen.“

Kapitel 19: Die Verdienste des Dharma-Lehrers
LS 3. 122: Obgleich (er oder sie) noch nicht die fehlerfreie wirkliche Weisheit erlangt hat, ist sein oder ihr Geistorgan rein wie dieses.

Kapitel 20: Der Bodhisattva, der niemals verachtet
LS 3.128: In der ewigen Vergangenheit, ungezählte, grenzenlose, unfassbar viele Zeitalter früher gab es einen Buddha mit dem Namen „König der Majestätischen Stimme“.

LS 3.130: Der rechte Dharma blieb in der Welt eine Anzahl von Zeitaltern lang, die den Atomen in einem Jambudvipa gleichkam. Der imitierende Dharma blieb in der Welt eine Anzahl von Zeitaltern lang, die den Atomen der vier Kontinente gleichkam.

LS 3.134–136: So verbrachte er viele Jahre, dauernd missbraucht, wurde niemals wütend, sagte immer: „Ihr werdet Buddhas werden.“ Wenn er diese Worte sagte, schlugen ihn manchmal die Menschen mit Keulen, Stöcken, Ziegelsteinen und Steinen. Er lief davon, und indem er den Abstand hielt, rief er immer noch mit lauter Stimme aus: „Ich wage nicht, euch zu verachten. Ihr werdet alle Buddhas werden.“ Weil er immer diese Worte sprach, nannten ihn arrogante Mönche und Nonnen, Laienfrauen und Laienmänner „Niemals verachten“.

Kapitel 21: Die mystische Kraft des Tathâgata
LS 3.158: Daraufhin wurden die Welten der zehn Richtungen ohne Behinderung als ein Buddha-Land verwirklicht. Dann wandte sich Buddha an den Bodhisattva des herausragenden Verhaltens und an die anderen Bodhisattvas in der großen Versammlung: „Die mystischen Kräfte der Buddhas sind so: ohne Zahl, ohne Grenzen und undenkbar ...“

LS 3.162: Jemand, der dieses Sûtra bewahren kann, begegnet mir immer und begegnet auch dem Buddha der grenzenlosen Schätze und jenen (Buddhas), die (meine) Nachfolger sind.

Kapitel 23: Die Geschichte des Bodhisattva-Medizinkönigs
LS 3.200: So wie der Buddha der König aller Dharmas ist, so ist es auch mit diesem Sûtra. Es ist der König der Sûtras. Sternbild, Königsblume! Dieses Sûtra kann alle Lebewesen retten. Dieses Sûtra kann alle Lebewesen von Qual und Leiden befreien. Dieses Sûtra kann allen Lebewesen großartig Gutes bringen und ihre Wünsche erfüllen. Wie ein klarer, kühler Teich, der all jene befriedigt, die durstig sind, wie die Kälte, die Feuer wird, wie die Nackten, die bekleidet werden, wie (eine Karawane von) Händlern, die einen Führer erhalten, wie ein Kind, das seine Mutter bekommt, wie man beim Übersetzen eine Fähre bekommt, wie ein Kranker, der einen Arzt bekommt, wie (jene in) der Dunkelheit, die Licht erhalten, wie ein Armer, der den Schatz bekommt, wie ein Volk, das einen König bekommt, wie Handelsschiffe, die das Meer bekommen, wie eine Fackel, die die Dunkelheit zerstreut: So ist es auch mit diesem Sûtra der Blume des Dharma. Es kann die Menschen von allen Leiden und Krankheiten befreien und alle Fesseln des Lebens und Todes lösen.

LS 3.210: Du hast die undenkbare Tugend vollendet, kannst Shâkyamuni Buddha Dinge wie diese fragen und allen zahllosen Lebewesen Gutes tun.

Kapitel 24: Der Bodhisattva „Wunderklang“
LS 3.214: (Bodhisattva Wunderklang) hat den Samâdhi mit der Form eines wunderbaren Banners erlangt, den Samâdhi als die Blume des Dharma, den Samâdhi als reine Tugend, den Samâdhi als den Sport des Sternbildkönigs, den Samâdhi als Zustand ohne Verstrickungen, den Samâdhi als Weisheitssiegel, den Samâdhi als Zustand des Verstehens der Worte aller Lebewesen, den Samâdhi als Ansammlung aller Tugenden, den Samâdhi als Zustand der Reinheit, den Samâdhi als das Spielen der mystischen Kräfte, den Samâdhi als Fackel der Weisheit, den Samâdhi als König des Schmucks, den Samâdhi als reines Strahlen, den Samâdhi als reinen Schatz, den Samâdhi als einzigartigen Zustand und den Samâdhi als Funktion der Sonne. Er hat 100.000 Myriaden von großartigen Zuständen des Samâdhi wie diesen erlangt, entsprechend der Anzahl von Sandkörnern der Ganga.

Kapitel 25: Das universale Tor des Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“
LS 3.242: Guter Sohn! Wenn unzählige Hunderttausende Myriaden von Lebewesen, die an Qualen leiden, von dem Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ hören und mit ungeteiltem Geist den Namen (des Bodhisattva) rufen, dann wird der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ sofort ihre Schreie hören, und alle werden erlöst werden.

LS 3.252: Guter Sohn! Wenn Lebewesen in irgendeinem Land durch den Körper Buddhas gerettet werden müssen, manifestiert der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ sofort den Körper Buddhas und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Pratyekabuddha gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Pratyekabuddha und lehrt für sie den Dharma. Für solche, die durch den Körper eines Hörers (Shrâvakas) gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Hörers und lehrt für sie den Dharma. Für solche, die durch den Körper des Königs Brahma gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper des Königs Brahma und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper des Gott-Königs Shakra gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper des Gott-Königs Shakra und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper von Ishvara gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper des Ishvara und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper von Maheshvara gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper von Maheshvara und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines göttlichen großen Feldherrn gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines göttlichen großen Feldherrn und predigt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper von Vaishravana gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper von Vaishravana und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines kleinen Königs gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines kleinen Königs und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines reichen Mannes gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines reichen Mannes und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Hausverwalters gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Hausverwalters und predigt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Regierungsvertreters gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Regierungsvertreters und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Brahmanen gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Brahmanen und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Mönchs oder einer Nonne, eines männlichen oder weiblichen Laien gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Mönchs, einer Nonne, eines männlichen oder weiblichen Laien und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper der Frau eines reichen Mannes, eines Hausverwalters, Offiziellen oder Brahmanen gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper einer Frau und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Jungen oder eines Mädchens gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Jungen oder eines Mädchens und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Gottes, Drachens, Yaksha, Gandharva, Asura, Garuda, Kimnara oder Mahoraga, eines menschlichen Wesens oder eines nichtmenschlichen Wesens gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) in jedem Fall sofort diesen (Körper) und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines diamanthaltenden Gottes gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines diamanthaltenden Gottes und lehrt für sie den Dharma. Unbegrenztes Denken! Der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ vollbringt gute Wirkungen wie diese, indem er alle Formen benutzt, alle Länder durchwandert, um die Lebewesen zu retten. Daher müsst ihr alle mit ganzem Herzen Gaben für den Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ spenden. Der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ ist in der Lage, inmitten von Furcht und Schmerzen Angstfreiheit zu geben. Aus diesem Grund nennen alle in dieser Saha-Welt diesen (Bodhisattva) „Geber der Angstfreiheit“.

LS 3.270: Während der Buddha dieses Kapitel über das universale Tor lehrte, etablierten die 84.000 Lebewesen in der Versammlung alle den Willen zum unvergleichlichen Zustand des Gleichgewichts, der anuttara-samyak-sambodhi heißt.

Kapitel 26: Darani
LS 3.282–284: Wenn irgendjemand daran scheitert, unser Mantra zu achten, und einen Lehrer des Dharma unglücklich macht, dann möge sein Kopf in sieben Teile gespalten werden, wie der Spross eines Arjaka-Baums. Sein Verbrechen ist das Gleiche, wie die Eltern zu ermorden, wie die Sünde, Öl zu erpressen, Menschen mit (falschen) Gewichten und Maßen zu betrügen oder Devadattas Verbrechen, die Sangha zu spalten. Menschen, die einen Dharma-Lehrer derart beleidigen, werden ähnliches Unheil erfahren.

Kapitel 27: Die Geschichte des strahlenden Königs
LS 3.288–290: Diese zwei Söhne besaßen große mystische Kraft, Glück und Weisheit. Sie haben lange den Weg gepflegt, der von den Bodhisattvas praktiziert wird, das heißt dana paramitâ, shila paramitâ, kshanti paramitâ, virya paramitâ, dhyâna paramitâ, prajna paramitâ und geschickte Mittel, Wohlwollen, Mitgefühl, Freigiebigkeit und die 37 hilfreichen Bodhi-Methoden. Alle diese haben sie klar verwirklicht.

LS 3.292–294: Daraufhin sprangen die zwei Söhne, weil sie für ihren Vater sorgten, in den Raum, bis zu einer Höhe von sieben Tala-Bäumen, und manifestierten viele Arten von mystischer Transformation: Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen im Raum. Der obere Körper entließ Wasser, der untere Körper sendete Feuer aus, (oder) der untere Körper sendete Wasser aus, und der obere Körper sendete Feuer.

LS 3.302: Jener König gab sein Königreich sofort seinem jüngeren Bruder; (dann) verließ der König zusammen mit der Königin, zwei Söhnen und vielen Nachfolgern im Buddha-Dharma das Zuhause, um die Wahrheit zu praktizieren.

LS 3.304: Diese meine beiden Söhne haben schon eine Buddha-Tat vollbracht. Mit Transformationen (erreicht durch) mystische Kräfte haben sie meinen falschen Geist verändert und es mir ermöglicht, friedvoll im Buddha-Dharma zu weilen und dem Weltgeehrten zu begegnen. Diese beiden Söhne sind meine Freunde in der Tugend.

LS 3.306: Denkt daran, großer König! Ein Freund der Tugend ist der große Grund, der uns in die Lage versetzt, Buddha begegnen zu können und den Willen (zur höchsten Wahrheit von) anuttara-samyak-sambodhi aufzubringen.

Kapitel 28: Ermutigung des Bodhisattva „Universale Tugend“
LS 3.326: Während das Sûtra der Blume des Dharma auf seinem Weg durch (das Land) Jambudyipa weiterschreitet, sollte jeder, der es empfängt und behält, Folgendes überlegen: „Dies geschieht alles aufgrund der majestätischen, mystischen Kraft der Universalen Tugend.“ Wenn irgendjemand es empfängt und behält, es liest und rezitiert, es richtig erinnert, seine Bedeutung versteht und praktiziert, wie es von ihm gelehrt wird, dann sollten wir wissen, dass dieser Mensch das Werk der Universalen Tugend verrichtet.

LS 3.328–330: (Der Bodhisattva „Universale Tugend“ sagte:) „Weltgeehrter! Ich werde jetzt durch meine mystische Kraft dieses Sûtra beschützen und bewahren. Nach dem Tod des Tathâgata werde ich dafür sorgen, dass es weit im (Land) Jambudyipa verbreitet wird, und ich lasse es niemals aufhören zu existieren. Daraufhin lobte Shâkyamuni Buddha ihn und sagte: „Wie hervorragend, wie hervorragend, Universale Tugend, dass du in der Lage bist, dieses Sûtra zu beschützen und zu unterstützen, indem du Frieden, Freude und Gutes für viele Lebewesen bewirkst. Du hast bereits undenkbare Tugend erreicht und tiefes Mitgefühl. Seit der weit entfernten Vergangenheit hast Du den Willen zur (Wahrheit von) anuttara-samyak-sambodhi etabliert und konntest das Gelöbnis der mystischen Kraft ablegen, dieses Sûtra zu beschützen und zu bewahren.“

LS 3.330: Universale Tugend! Wenn es irgendjemanden gibt, der dieses Sûtra der Blume des Dharma empfängt, behält, liest, rezitiert, richtig erinnert, praktiziert und kopiert, dann wisse, dass dieser Mensch Shâkyamuni Buddha begegnet und dieses Sûtra hört, als käme es aus Buddhas Mund.




Sonntag, 1. Mai 2016

Lotos-Sutra, ausgewählte Zitate in Dogens Shobogenzo

Meister Dôgen hat die folgenden authentischen Zitate in seinem Kapitel zum Lotos-Sûtra besonders hervorgehoben. Nishijima Roshi erklärte mir 2007 im persönlichen Gespräch, dass Dôgens Verständnis des Lotos-Sûtra von demjenigen des üblichen Volksbuddhismus in Ostasien abweicht. Dôgen war mit diesem Sûtra besonders vertraut, weil er bereits als Zwölfjähriger in Japan in ein Kloster der Tendai-Übertragungslinie, die sich auf das Lotos-Sûtra stützt, eingetreten war.

Er wurde dort allerdings nicht an die für ihn existenziellen Lebensfragen, Probleme und vor allem Antworten herangeführt, sodass der Aufenthalt in dem Kloster zwar ein guter Anfang war, ihn aber letztlich nicht befriedigen konnte. Dies war sicher ein wesentlicher Grund dafür, dass er die Reise nach China auf sich nahm, um im Chan-Buddhismus Klarheit zu gewinnen, auf die sein wacher und zutiefst ehrlicher Geist so sehr hoffte. Nach einigen Enttäuschungen fand er sie schließlich mithilfe seines Lehrers Tendô Nyojô, den er außerordentlich schätzte und Zeit seines Lebens hoch verehrte.

Das Lotos-Sûtra entstand in Indien etwa ab dem ersten Jahrhundert vor Christus und wurde von Meister Kumarajiva im Jahr 406 nach Christus aus dem Sanskrit ins Chinesische übersetzt. Diese Fassung war und ist in Japan und China weit verbreitet und wurde von Iwanami Bunko veröffentlicht.

Nach einer ersten Übersetzung ins Englische durch Bunno Kato und William Soothill im Jahr 1930 wurde 1975 eine verbesserte Fassung von Weatherhill und Kosei herausgegeben. Dieser Fassung folgen die hier verwendete englische Übersetzung von Nishijima und Cross und somit meine deutschen Texte.

Kapitel 1: Einführung
So habe ich gehört: Zu einer Zeit lebte Buddha in Rajagriha. Auf dem Berg Gridhrakûta weilte er mit 12.000 großen bhikshus (Mönchen). Sie waren alle arhats (Erleuchtete Hörer), die alle Extreme und Übertreibungen beendet hatten, ohne Schwierigkeiten waren, im Gleichgewicht waren, die Grenzen der Existenz verwirklichten und im Geist befreit waren.

Zu jener Zeit sprach Manjushrî zu dem Bodhidsattva-Mahâsattva Maitreya und allen anderen großartigen Wesen: „Gute Söhne! Im Einklang mit meiner Überzeugung wird jetzt der Buddha, der Weltgeehrte, den großen Dharma lehren.

Er erklärte den wahren Dharma, der gut am Anfang, gut in der Mitte und gut am Ende ist.
Bevor die letzten jener (Sonne, Mond, Licht) Buddhas ihr Heim verließen, hatte er acht königliche Söhne. Diese acht Prinzen, unbehindert in ihrer Majestät, regierten jeweils vier Kontinente. Diese Prinzen entsagten alle dem Thron, als sie hörten, dass ihr Vater das Heim verlassen und (die Wahrheit von) anuttara-samyak-sambodhi erlangt hatte. Sie folgten ihm, verließen ebenfalls ihr Zuhause und errichteten den Geist des Großen Fahrzeugs. Sie praktizierten fortwährend reines Handeln und wurden alle Lehrer des Dharma. Unter Tausenden von unzähligen Buddhas hatten sie viele Wurzeln des Guten gepflanzt.

Die Zuhörer in jenem Orden blieben an einem Ort sechzig kleinere Zeitalter lang sitzen und bewegten nicht Körper und Geist.
Daher nehme ich an, dass der Tathâgata heute das Sûtra des Großen Fahrzeugs lehren wird, das die Lotosblume des Wundervollen Dharma genannt wird, die Methode, die Bodhisattvas zu lehren, die Buddhas bewahren und erinnern.

Dieses Licht erleuchtete das östliche Viertel von achtzehntausend Buddha-Ländern.
Als der Buddha (Sonne, Mond, Licht) die Blume des Dharma gelehrt hatte und bewirkte, dass die Versammlung sich freute, dann, an jenem besonderen Tag, erklärte er der Versammlung von Göttern und Menschen:

„Die Wahrheit, dass alle Dharmas wirkliche Form sind, wurde für euch alle gelehrt.“

Dieser Lehrer des Dharma, mystisches Licht, hatte zu jener Zeit einen Schüler, dessen Geist immer nachlässig war, der gierig an Ruhm und Vorteil hing, der voller Unruhe Ruhm und Vorteil suchte, der oft Unterhaltung fand in den Palästen der aristokratischen Familien, der verlassen hatte, was er auswendig gelernt hatte, alles vergessend, bevor er es klar verstanden hatte, und der aus diesem Grund „Der Ruhmsüchtige“ genannt wurde.

Auch er war in der Lage – durch die Praxis guter Taten –, zahllosen Buddhas zu begegnen, ihnen Gaben zu überreichen, ihnen zu folgen, indem er die große Wahrheit praktizierte, und die sechs Paramitâs (Tugenden) zu vollenden.
Jetzt hat er Shâkyamuni gesehen. Danach wird er Buddha werden. Und er wird Maitreya genannt werden.

Jetzt sandte der Buddha ein Leuchten aus, um zu helfen, die Bedeutung der wirklichen Form zu enthüllen. Menschen, jetzt müsst ihr aufmerksam und klar sein! Haltet die Handflächen zusammen und wartet mit ganzem Herzen!

Kapitel 2: Wirkungsvolle buddhistische Methoden und Mittel
Zu jener Zeit erhob sich der Weltgeehrte ruhig und klar aus dem Samâdhi und wandte sich an Shariputra: „Die Weisheit der Buddhas ist tiefgründig und unergründlich. Ihre Übertragungslinie der Weisheit ist schwer zu verstehen, und der Zugang ist schwierig. Alle Shrâvakas und Pratyekabuddhas können sie nicht begreifen Warum? (Weil) ein Buddha vertraut ist mit zahllosen Hunderttausenden unendlichen Ansammlungen (kotis) von Buddhas und die unergründliche Wahrheit und Wirklichkeit der Buddhas vollständig praktiziert hat.

Tapfer und ausdauernd sorgt er dafür, dass Buddhas Namen umfassend gehört werden, vollendet er den tiefgründigen beispiellosen Dharma und lehrt, wie es die Situation erlaubt, die Bedeutung, die schwer zu verstehen ist.
Der Tathâgata ist vollkommen ausgerüstet mit Zweckmäßigkeit und dem Paramitâ der Weisheit. Shariputra! Die Weisheit des Tathâgata ist weit, groß, tiefgründig und ewig.

Buddhas allein, zusammen mit Buddhas, können klar und vollkommen erkennen, dass alle Dharmas wirkliche Formen sind. Was „alle Dharmas“ genannt wird, ist Form wie sie ist, die Natur wie sie ist, der Körper wie er ist, die Energie wie sie ist, das Handeln wie es ist, die Ursachen wie sie sind, die Bedingungen wie sie sind, die Wirkungen wie sie sind, die Ergebnisse wie sie sind und der höchste Zustand der Gleichgewicht von Substanz und Einzelheit wie er ist.
Ich und die Buddhas in den zehn Richtungen sind unmittelbar in der Lage, diese Dinge zu wissen.

Selbst wenn die Welt voll von Wesen wie Shariputra wäre, würde all ihr Intellekt nicht ausreichen, um Buddhas Weisheit zu ermessen.
So (reichlich vorhanden wie) Reis, Hanf, Bambus und Schilf.
Nur ich kenne die konkrete Form, und die Buddhas der zehn Richtungen sind genauso.

Zu der Zeit gab es in der großen Versammlung Shrâvakas, den Arhat Ajnâta-Kaundinja, der alle Extreme beendet hatte, und andere (zusammen) 1.200 Menschen.
Kinder geboren aus dem Mund Buddhas, Handflächen zusammengelegt, aufschauend, wir warten. Bitte stoße den feinen Ton aus und lehre für uns (die Wahrheit) wie sie wirklich ist.

Halt, halt, keine Notwendigkeit, es zu erklären. Mein Dharma ist zu außergewöhnlich, um darüber nachzudenken. Arrogante Menschen werden es nicht mit Respekt glauben, wenn sie davon hören.

Als er diese Worte in der Versammlung predigte, erhoben sich 5.000 Mönche, Nonnen und Laien von ihren Sitzen, verbeugten sich zum Buddha hin und zogen sich zurück.
Die Wurzeln des falschen Tuns dieser Gesellen waren tief und schwer. (Aber Buddha ließ es geschehen und hielt sie nicht zurück!)

Daraufhin wandte sich Buddha an Shariputra:
„Nun bin ich in dieser Versammlung frei von Ästen und Zweigen, und nur die Wahren und Wirklichen bleiben. Shariputra! Es ist fein, dass solche arroganten Menschen wie diese sich zurückziehen. Nun hört gut zu und ich werde für euch predigen.“

Shariputra sagte: „Bitte tue das, Weltgeehrter. Ich möchte unbedingt voller Freude hören.“ Der Buddha wandte sich an Shariputra: „Die Buddha-Tathâgatas predigen nur von Zeit zu Zeit den wundervollen Dharma, genau wie die Udumbara-Blume nur einmal in einem Zeitalter erscheint.“

Der Dharma kann nicht durch Denken und Unterscheiden verstanden werden. Nur Buddhas sind direkt in der Lage, ihn zu kennen. Warum? Die Buddhas, die Weltgeehrten, erscheinen in der Welt nur aufgrund der einen großen Aufgabe. Shariputra, warum sage ich, dass die Buddhas, die Weltgeehrten, in der Welt nur aufgrund der einen großen Aufgabe erscheinen? Die Buddhas, die Weltgeehrten, erscheinen in der Welt, weil sie ein großes Verlangen haben zu bewirken, dass die Lebewesen die Weisheit Buddhas enthüllen, die sie in die Lage versetzt, rein zu werden.

Sie erscheinen in der Welt, weil sie das Verlangen haben, den Lebewesen die Weisheit Buddhas zu zeigen. Sie erscheinen in der Welt, weil sie das Verlangen haben zu bewirken, dass die Lebewesen die Weisheit Buddhas verwirklichen. Sie erscheinen in der Welt, weil sie das Verlangen haben, die Lebewesen dazu zu bringen, dass sie in den Zustand der Wahrheit eintreten, der die Weisheit Buddhas ist. Shariputra, deshalb erscheinen die Buddhas in der Welt, nur aufgrund der einen großen Aufgabe.
Shariputra, der Tathâgata predigt nur mit den Mitteln des einen Buddha-Fahrzeugs den Dharma für die Lebewesen. Es gibt kein anderes Fahrzeug, weder ein zweites noch ein drittes. Shariputra, der Dharma aller Buddhas der Zehn Richtungen ist auch genau wie dieses.

Shariputra: „Wenn irgendwelche meiner Schüler, die sich selbst Arhats oder Pratyekabuddhas nennen, weder die Tatsache hören noch verstehen, dass die Buddha-Tathâgatas nur Bodhisattvas lehren, dann sind sie nicht Buddhas Schüler, weder Arhats noch Pratyekabuddhas.

Noch einmal, Shariputra: Wenn diese Mönche und Nonnen sich selbst denken: „Ich habe schon den Zustand eines Arhat erlangt, dies ist mein letztes Leben, höchstes Nirvâna“, und dann nicht länger (die Wahrheit vom) anuttara-samyak-sambodhi erstreben möchten, solltest du wissen, dass diese Menschen von hochmütiger Arroganz sind. Warum? (Weil) es nicht so etwas wie einen Mönch gibt, der den Zustand eines Arhat erlangt, ohne diese Lehre zu glauben.

Dieser mein Dharma von neun Kapiteln, der gelehrt wird, wie es sich für Menschen geziemt, ist die Grundlage für den Eintritt in das Große Fahrzeug. Darum lehre ich dieses Sûtra.

In den Buddhaländern der zehn Richtungen gibt es nur den Dharma eines Fahrzeugs. Es gibt weder ein zweites noch ein drittes.
Ich, dessen Körper mit Zeichen geschmückt ist und mit strahlendem Licht, das die Welt beleuchtet, bin geehrt durch zahllose Mengen, für die ich das Siegel der wahren Form lehre.

Wenn Menschen achtungsvoll den Stûpas und Schreinen, den Juwelenbildern und gemalten Bildern mit Blumen, Räucherstäbchen, Flaggen und Baldachinen Gaben spenden, (oder) wenn sie andere dazu bringen, Musik zu machen, Trommeln zu schlagen, Hörner und Muscheln zu blasen, Panflöten, Flöten, Lauten, Lyras, Harfen, Gongs und Zimbeln (zu spielen) und viele feine Töne wie diese (hervorzubringen), dann dienen sie dauernd als Gaben, oder (wenn) sie mit Herzen voller Freude den Lobpreis von Buddhas Tugend dann haben sie alle Buddhas singen, selbst mit einem leisen Ton, Wahrheit verwirklicht. Wenn die Menschen, deren Geist abgeirrt ist, mit nur einer einzigen Blume einem gemalten (Buddha-)Bild Gaben spenden, werden sie nach und nach zahllose Buddhas sehen.

Noch einmal, Menschen, die Niederwerfungen machen oder einfach die Hände zusammenlegen oder auch nur eine Hand ein wenig anheben oder den Kopf ein wenig senken und auf diese Weise einem Bild Gaben spenden, werden allmählich zahllose Buddhas sehen, werden auf natürliche Weise die höchste Wahrheit verwirklichen und werden in weitem Umkreis zahllose Mengen retten.
Der Dharma weilt an seinem Ort im Dharma, und die Form der Welt verweilt dauerhaft. Weil sie dies an einem Ort der Wahrheit erkannt haben, lehren führende Lehrer es durch geeignete Mittel.
Zur Zeit dieser Überlegung werden die Buddhas der zehn Richtungen alle erscheinen.

In derselben Weise wie die Buddhas der drei Zeiten den Dharma lehren, so werde auch ich den Dharma lehren, der ohne Unterscheidung ist. Das Erscheinen der Buddhas in der Welt ist (für viele) weit entfernt, und es ist schwierig, ihm zu begegnen. Selbst wenn sie in der Welt erscheinen, ist es deshalb schwer, dass der Dharma gelehrt wird.

Kapitel 3: Die Parabel des brennenden Hauses
Zu dieser Zeit erhob sich Shariputra vor Freude springend sofort und legte seine Handflächen zusammen.

In der Vergangenheit hörte ich einen solchen Dharma von dem Buddha und sah, wie die Bodhisattvas die Bestätigung empfingen und Buddhas wurden.
In meinem Geist waren große Unruhe und großer Zweifel: War es nicht ein Dämon, der wie ein Buddha handelt und meinen Geist betrübt und verwirrt?
Das Land (des Blumenlichts Tathâgata) ist eben und gleichmäßig, rein und strahlend, ruhig und reich.

Obgleich ich sicher durch das brennende Tor weggehen kann, sind die Kinder in dem brennenden Haus ganz in ihr Spiel versunken. Sie bemerken und kennen (die Gefahr) nicht, und sie sind weder alarmiert, noch ängstlich (weil sie die Realität nicht sehen können).

Dieses Haus hat nur ein Tor, das außerdem schmal und klein ist. Die Kinder sind jung und besitzen noch nicht das Wissen. Sie lieben den Ort, an dem sie spielen. Sie könnten in das Feuer fallen und verbrannt werden. Ich muss ihnen diese gefährliche Situation erklären.

Viele Arten von Ziegenkutschen, Hirschkutschen und Ochsenkutschen sind jetzt außerhalb des Tores, um mit ihnen zu spielen. Kommt schnell heraus aus dem brennenden Haus, und ich werde euch alles geben, was ihr möchtet.

Dann sieht der wohlhabende Mann, dass seine Kinder sicher herausgelangten und alle auf dem offenen Grund an der Kreuzung sitzen und nichts sie behindert. Sein Geist ist leicht, und er hüpft vor Freude. Dann sagen alle seine Kinder zum Vater: „Vater, gib uns jetzt jene wunderbaren Spielsachen, die du uns vorhin versprochen hast: die Ziegenkutschen, Hirschkutschen und Ochsenkutschen.“ Shariputra! Nun gibt der wohlhabende Mann jedem seiner Kinder eine großartige Kutsche. Die Kutsche ist hoch und geräumig, mit allen Arten von Schätzen geschmückt und bespannt mit weißen Ochsen.

Gelangt schnell aus der dreifachen Welt heraus und ihr werdet die drei Fahrzeuge erlangen: die Fahrzeuge von Shrâvaka, Pratyekabuddha und Buddha. Ich gebe euch jetzt meine Garantie dafür, und am Ende wird es nicht falsch sein. Ihr müsst nur sorgfältig und ausdauernd sein.
Daraufhin fängt das Haus plötzlich Feuer. Sofort brennt es in den vier Richtungen lichterloh.

Alle Lebewesen sind meine Kinder. (Aber) tief gefangen in weltlichen Genüssen sind sie ohne Weisheit. Der Tathâgata, schon frei von dem brennenden Haus der dreifachen Welt, lebt ruhig in Zurückgezogenheit und weilt friedvoll in Wäldern und Feldern. Jetzt ist die dreifache Welt ganz mein Besitz, und die Lebewesen in ihr sind alle meine Kinder.
(Wir) fahren in dieser prächtigen Kutsche und kommen direkt am Ort der Wahrheit an.

Kapitel 4: Vertrauen und Verstehen
Und dann erhoben sie sich von ihren Sitzen, ordneten ihre Kleidung und entblößten nur ihre rechten Schultern.
Ohne Erwartung sind wir jetzt plötzlich in der Lage, den selten anzutreffenden Dharma zu hören. Wir gratulieren uns von ganzem Herzen, dass wir eine große Wohltat empfangen haben, sie für uns selbst erhalten zu haben, ohne sie gesucht zu haben. Ein unermesslicher Schatz.

Der Dharma ist wie ein Mensch, der in seiner Jugend seinen Vater verlässt und wegrennt.
Dies ist mein von mir gezeugter Sohn. (Weil) er mich in einer bestimmten Stadt verließ und fortging, ist er herumgewandert und erduldete über 50 Jahre lang ein hartes Schicksal.

Jetzt sind wir wahrlich die Hörer der Stimme. Wir veranlassen alle, die Stimme von Buddhas Wahrheit zu hören. Wir sind jetzt wahrhaftig Arhats (Hörer Buddhas).

Kapitel 5: Die Parabel der Heilpflanze
Der Dharmakönig, der die „Existenz“ bricht, erscheint in der Welt und entsprechend der Wünsche der Lebwesen lehrt er den Dharma auf vielfältige Weise. Wenn die Weisen ihn hören, sind sie in der Lage, sofort zu vertrauen und zu verstehen. Die Törichten zweifeln und grämen sich und verlieren ihn auf diese Weise für immer.

Pflanzen, Büsche, Heilkräuter, große und kleine Bäume, verschiedenartiges Getreide und Sämlinge, Zuckerrohr und Weinranken werden ausreichend vom Regen benetzt,. Trockener Grund wird ganz durchtränkt, Heilkräuter und Blumen gedeihen zusammen.
Eure Handlungen sind der Bodhisattva-Weg selbst. Durch schrittweise Praxis und Lernen werdet ihr alle Buddhas werden.

Kapitel 6: Bestätigung, ein Buddha zu werden
Dieser mein Schüler Mahâkâshyapa wird in zukünftigen Zeitaltern in der Lage sein, dreihundert Milliarden hunderte von Millionen weltgeehrter Buddhas  zu dienen, ihnen Gaben darzubringen, sie zu schätzen, zu ehren und zu preisen und den grenzenlosen Dharma der Buddhas weithin zu verkünden

Meine Schüler, 500 an der Zahl, vollkommen ausgerüstet mit würdevollen Tugenden, werden alle die Bestätigung (und Dharma-Übertragung) empfangen. Und in einem zukünftigen Zeitalter werden alle in der Lage sein, Buddha zu werden.

Kapitel 8: Die Bestätigung der fünfhundert Schüler
Mönche! Purna war in der Lage, unter den sieben Buddhas der herausragende Dharma-Redner zu werden. Nun wurde er auch der beste Dharma-Redner in meinem Orden. Er wird unter zukünftigen Buddhas in diesem kraftvollen Kalpa wieder der Beste unter den Dharma-Rednern sein und wird den Buddha-Dharma schützen, erhalten, unterstützen und lehren.

500 Mönche werden Buddha werden, jeder von ihnen. Mit demselben Namen, „Universales Licht“, werden sie einem nach dem anderen die Bestätigung geben.

Weltgeehrter! Es ist so, als ob jemand zum Haus eines engen Freundes geht, betrunken wird und sich niederlegt. Inzwischen befestigt der Freund eine Perle von grenzenlosem Wert in der Kleidung des Menschen als ein Geschenk und geht fort, weil er seine Geschäfte wahrnehmen muss.

Es ist so, wie wenn ein armer Mensch zum Haus eines engen Freundes geht, dessen Familie sehr wohlhabend ist. (Der Freund) tischt viele feine Gerichte auf und befestigt eine Perle von grenzenlosem Wert innen in der Kleidung (des Armen).
Nun, da wir von Buddha von der wundervollen Tatsache der Bestätigung und der folgenden Annahme der Bestätigung hören, sind Körper und Geist voll von Freude.

Kapitel 14: Friedvolle und freudige Praxis
Ein Bodhisattva-Mahâsattva sollte nicht in die Nähe von Königen, Prinzen, Ministern und hohen Beamten gelangen.
(Der Bodhisattva) wendete Öl für seinen Körper an, nachdem er den Staub und Schmutz weggewaschen hatte, und er legte eine frische und reine Robe an: vollständig sauber innen und außen.

Obgleich jene Menschen dieses Sûtra weder hören, noch daran glauben, noch es verstehen, werde ich sie – wo immer ich bin – mithilfe der übernatürlichen Kraft und der Kraft der Weisheit führen und dazu bringen, in diesem Dharma verweilen zu können, wenn ich (die Wahrheit von) anuttara-samyak-sambodhi erlange.

Wenn es einen mutigen und kraftvollen Menschen gibt, der schwierige Taten ausführen kann, holt der König aus dem Inneren seines Haarknotens die leuchtende Perle und gibt sie ihm. Es ist so, als ob der König aus seinem Haarknoten die strahlende Perle herausholt und weitergibt. Dieses Sûtra wird als das höchste unter allen Sûtras geehrt. Ich habe es immer bewahrt und nicht wahllos preisgegeben. Jetzt ist die Zeit, es für euch alle zu lehren.

Wenn wir vollkommen den Gleichgewichtszustand von Dhyâna erreicht haben, treffen wir die Buddhas der zehn Richtungen.
Die Körper der Buddhas, golden gefärbt und geschmückt mit 100 Zeichen des Glücks: Indem wir den Dharma hören und ihn für andere lehren, existiert dieser erfreuliche Traum für immer. Und in der Traumhandlung verlässt der König des Landes seinen Palast, seine Nachfolger und die fünf Begierden nach dem Höchsten und Feinen, und er geht zu einem Ort der Wahrheit.

Am Fuße eines Bodhi-Baums sitzt er auf dem Löwensitz strebt nach der Wahrheit sieben Tage lang und erlangt die Weisheit der Buddhas. Nachdem er die höchste Wahrheit verwirklicht hat, erhebt er sich und dreht das Rad des Dharma. Er lehrt den Dharma für die vier Gruppen, Tausende von Myriaden von Zeitaltern lang. Er lehrt den fehlerfreien wundervollen Dharma und rettet unzählige Lebewesen. Danach geht er auf natürliche Weise in das Nirvâna ein, wie eine Laterne, die ausgeht, wenn der Rauch verbraucht ist. Wenn (irgendeiner) in zukünftigen korrupten Zeiten diesen umfassenden Dharma lehrt, wird jener Mensch großen Vorteil erlangen, so wie die oben (beschriebenen) wunderbaren Wirkungen.

Kapitel 16: Die Lebenszeit des Tathâgata
Gute Söhne! Es ist unzählige und unbegrenzte Hunderttausende Myriaden von Weltaltern her, seit ich tatsächlich den Zustand Buddhas verwirklicht habe. Nehmt zum Beispiel an, dass es 500.000 Myriaden von Zeitaltern von dreitausend großen tausendfachen Welten gibt. Lasst sie von jemanden in Atome zermahlen, lasst ihn ostwärts wandern durch Hunderttausende Myriaden von Weltaltern und Länder und dann ein Atom fallen lassen. (Nehmt an, dass der Mensch) ostwärts weitergeht und so verfährt, (bis) alle jene Atome aufgebraucht sind. Gute Söhne, was denkt ihr? Ist es möglich oder nicht, alle jene Welten zu begreifen und zu zählen, um auf diese Weise ihre Anzahl zu kennen?

Gute Söhne! Wenn er Lebewesen sieht, die sich an Geringem erfreuen, deren Tugend gering ist und deren Schmutz sich angesammelt hat, dann sagt der Tathâgata zu diesen Menschen: „In meiner Jugend verließ ich das Familienleben und erreichte anuttara-samyak-sambodhi.“ Und seit ich tatsächlich (den Zustand von) Buddha verwirklicht habe, ist (meine) Ewigkeit so wie sie ist. Nur um Lebewesen durch gut geeignete Mittel zu lehren und zu transformieren, sodass sie die Wahrheit Buddhas erreichen, mache ich Aussagen wie diese.

Alles was er sagt ist wirklich, nicht hohl. Warum? (Weil) der Tathâgata die Form der dreifachen Welt, wie sie wirklich ist, kennt und sieht – ohne Leben und Tod oder Verschwinden und Erscheinen, ohne Existenz in der Welt und ohne Auslöschung, weder real noch ohne etwas weder so noch anders. Es ist am besten, die dreifache Welt als die dreifache Welt zu sehen (genauso wie sie ist, auch im Samsara und ohne an Antworten und Lehrmeinungen zu hängen).

So liegt es weit in der fernen Vergangenheit zurück, seit ich (den Zustand des) Buddha verwirklicht habe. (Meine) Lebenszeit umfasst zahllose Weltalter, existiert ewig und geht nicht unter. Gute Söhne! Die Lebenszeit, die ich durch meine unverfälschte Praxis des Bodhisattva-Wegs verwirklicht habe, ist noch nicht erschöpft, sondern wird noch zweimal so lange wie die vorherige Anzahl (von Weltaltern) dauern.

Als gut geeignete Methode, um Lebewesen zu retten, manifestiere ich das Nirvâna. Ich habe wirklich noch nicht die Welt verlassen, weile hier dauerhaft und lehre den Dharma. Ich lebe immer an diesem Ort mit mystischen Kräften. Ich bewirke, dass Lebewesen, die verwirrt sind, nicht in der Lage sind, mich zu sehen, obgleich ich nahe bin. Viele sehen, dass ich gestorben bin, und weit und breit opfern sie Gaben für meine Knochen, haben romantische Sehnsüchte und tragen Durst in ihren Herzen. Wenn Lebewesen geglaubt haben und sich gebeugt haben, einfach und geradeaus sind, beweglich im Geist, und sie von ganzem Herzen dem Buddha begegnen wollen, ohne ihren eigenen Körper und ihr Leben bequem zu schonen, dann erscheinen ich und viele Mönche zusammen auf dem Vulture-Gipfel.

(Ich bin) ewig auf dem Vulture-Gipfel anwesend und an anderen Stätten. Selbst wenn Lebewesen am Ende eines Zeitalters sehen, dass sie im großen Feuer verbrannt werden müssen, ist mein Land ruhig, immer mit Göttern und menschlichen Wesen angefüllt. Seine Parks und Paläste sind geschmückt mit vielfältigen Schätzen. Wertvolle Bäume tragen Blüten und Früchte im Überfluss. Es ist ein Ort, wo die Lebewesen sich erfreuen. Die Götter schlagen göttliche Trommeln und machen andauernd Theater und Musik und überschütten den Buddha und die große Versammlung mit Mandârava-Blüten. Mein reines Land ist unsterblich, dennoch betrachten es viele als verbrannt und voll von Gram, Entsetzen und Qualen.

Diese Lebewesen mit vielen Sünden, mit ihrem schlechten Verhalten, als direkte und indirekte Ursachen, hören den Namen der drei Schätze nicht, selbst wenn sie unzählige Zeitalter überdauern. Lebewesen, die Tugend praktizieren, die freundlich, einfach und geradeaus sind, sehen alle meinen Körper, der hier existiert und den Dharma lehrt.

Andauernd habe ich diesen Gedanken: „Wie kann ich die Lebewesen in die Lage versetzen, die höchste Wahrheit zu erlangen und schnell den Körper Buddhas zu verwirklichen.

Kapitel 18: Das Verdienst der freudigen Annahme des Sûtra
Der Buddha wandte sich an den Bodhisattva-Mahâsattva Maitreya: „Ajita, wenn nach dem Tod des Tathâgata Mönche und Nonnen, Laien und andere weise Menschen, alt oder jung, dieses Sûtra gehört haben und es mit Freude annehmen, den Dharma – Orden verlassen und irgendwo hingehen, um in Klostern und an abgelegenen Orten oder in Städten, Straßen, Dörfern und Feldern (dieses Sûtra), wie sie es gehört haben, entsprechend ihrer Fähigkeit ihrem Vater und ihrer Mutter, Angehörigen und guten Freunden und Bekannten zu erläutern, und wenn alle diese Menschen die Lehre hören, mit Freude annehmen und sie weiter überliefern, dann werden andere Menschen, die die Lehre gehört haben, sie ebenfalls mit Freude annehmen und sie bis zur 50. Generation weitergeben.“

Wie viel mehr ist jenes Glück ohne Grenzen, wenn wir (das Sûtra) mit ungeteiltem Geist hören, seine Bedeutung beleuchten und entsprechend der Lehre praktizieren?

Dann wandte sich der Buddha an den Bodhisattva-Mahâsattva, den immer Eifrigen: „Wenn irgendein guter Sohn oder eine gute Tochter dieses Sûtra der Blume des Dharma empfängt, bewahrt oder es erklärt oder kopiert, dann wird dieser Mensch 800 Verdienste des Auges, 1.200 Verdienste des Ohres, 800 Verdienste der Nase, 1.200 Verdienste der Zunge, 800 Verdienste des Körpers und 1.200 Verdienste des Geistes erhalten. Diese Verdienste werden die sechs Organe schmücken und sie alle rein machen.“

Kapitel 19: Die Verdienste des Dharma-Lehrers
Obgleich (er oder sie) noch nicht die fehlerfreie wirkliche Weisheit erlangt hat, ist sein oder ihr Geistorgan rein wie dieses.

Kapitel 25: Das universale Tor des Bodhisattva Hörer der Laute der Welt
Guter Sohn! Wenn unzählige Hunderttausende Myriaden von Lebewesen, die an Qualen leiden, von dem Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ hören und mit ungeteiltem Geist den Namen (des Bodhisattva) rufen, dann wird der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ sofort ihre Schreie hören, und alle werden erlöst werden.

Guter Sohn! Wenn Lebewesen in irgendeinem Land durch den Körper Buddhas gerettet werden müssen, manifestiert der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ sofort den Körper Buddhas und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Pratyekabuddha gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Pratyekabuddha und lehrt für sie den Dharma. Für solche, die durch den Körper eines Hörers (Shrâvakas) gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Hörers und lehrt für sie den Dharma. Für solche, die durch den Körper des Königs Brahma gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper des Königs Brahma und lehrt für sie den Dharma.

Für jene, die durch den Körper des Gott-Königs Shakra gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper des Gott-Königs Shakra und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper von Ishvara gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper des Ishvara und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper von Maheshvara gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper von Maheshvara und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines göttlichen großen Feldherrn gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines göttlichen großen Feldherrn und predigt für sie den Dharma.

Für jene, die durch den Körper von Vaishravana gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper von Vaishravana und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines kleinen Königs gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines kleinen Königs und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines reichen Mannes gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines reichen Mannes und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Hausverwalters gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Hausverwalters und predigt für sie den Dharma.

Für jene, die durch den Körper eines Regierungsvertreters gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Regierungsvertreters und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Brahmanen gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Brahmanen und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Mönchs oder einer Nonne, eines männlichen oder weiblichen Laien gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Mönchs, einer Nonne, eines männlichen oder weiblichen Laien und lehrt für sie den Dharma.

Für jene, die durch den Körper der Frau eines reichen Mannes, eines Hausverwalters, Offiziellen oder Brahmanen gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper einer Frau und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Jungen oder eines Mädchens gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines Jungen oder eines Mädchens und lehrt für sie den Dharma. Für jene, die durch den Körper eines Gottes, Drachens, Yaksha, Gandharva, Asura, Garuda, Kimnara oder Mahoraga, eines menschlichen Wesens oder eines nichtmenschlichen Wesens gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) in jedem Fall sofort diesen (Körper) und lehrt für sie den Dharma.

Für jene, die durch den Körper eines diamanthaltenden Gottes gerettet werden müssen, manifestiert (der Bodhisattva) sofort den Körper eines diamanthaltenden Gottes und lehrt für sie den Dharma. Unbegrenztes Denken! Der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ vollbringt gute Wirkungen wie diese, indem er alle Formen benutzt, alle Länder durchwandert, um die Lebewesen zu retten. Daher müsst ihr alle mit ganzem Herzen Gaben für den Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ spenden. Der Bodhisattva „Hörer der Laute der Welt“ ist in der Lage, inmitten von Furcht und Schmerzen Angstfreiheit zu geben. Aus diesem Grund nennen alle in dieser Saha-Welt diesen (Bodhisattva) „Geber der Angstfreiheit“.

Während der Buddha dieses Kapitel über das universale Tor lehrte, etablierten die 84.000 Lebewesen in der Versammlung alle den Willen zum unvergleichlichen Zustand des Gleichgewichts, der anuttara-samyak-sambodhi heißt.

Kapitel 28: Ermutigung des Bodhisattva „Universale Tugend“
Während das Sûtra der Blume des Dharma auf seinem Weg durch (das Land) Jambudyipa weiterschreitet, sollte jeder, der es empfängt und behält, Folgendes überlegen: „Dies geschieht alles aufgrund der majestätischen, mystischen Kraft der Universalen Tugend.“ Wenn irgendjemand es empfängt und behält, es liest und rezitiert, es richtig erinnert, seine Bedeutung versteht und praktiziert, wie es von ihm gelehrt wird, dann sollten wir wissen, dass dieser Mensch das Werk der Universalen Tugend verrichtet.

(Der Bodhisattva „Universale Tugend“ sagte:) „Weltgeehrter! Ich werde jetzt durch meine mystische Kraft dieses Sûtra beschützen und bewahren. Nach dem Tod des Tathâgata werde ich dafür sorgen, dass es weit im (Land) Jambudyipa verbreitet wird, und ich lasse es niemals aufhören zu existieren

Daraufhin lobte Shâkyamuni Buddha ihn und sagte: „Wie hervorragend, wie hervorragend, Universale Tugend, dass du in der Lage bist, dieses Sûtra zu beschützen und zu unterstützen, indem du Frieden, Freude und Gutes für viele Lebewesen bewirkst. Du hast bereits undenkbare Tugend erreicht und tiefes Mitgefühl. Seit der weit entfernten Vergangenheit hast Du den Willen zur (Wahrheit von) anuttara-samyak-sambodhi etabliert und konntest das Gelöbnis der mystischen Kraft ablegen, dieses Sûtra zu beschützen und zu bewahren.“

Universale Tugend! Wenn es irgendjemanden gibt, der dieses Sûtra der Blume des Dharma empfängt, behält, liest, rezitiert, richtig erinnert, praktiziert und kopiert, dann wisse, dass dieser Mensch Shâkyamuni Buddha begegnet und dieses Sûtra hört, als käme es aus Buddhas Mund.